Nun ist es soweit: Der Tobi der ist
alt! 28! Und das haben wir ordentlich gefeiert :)
Der Morgen begann mit hellgrauen Wolken
und verbranntem Geburtstagskuchen... Ich hatte abends im Pizzaofen
einen Kuchen gebacken und den dann einfach, als die Stoppuhr
abgelaufen war, drin stehen gelassen, weil wir schlafen wollten.
Schön blöd, der Ofen ist ja nicht sofort abgekühlt! Das stellten
wir dann morgens fest, eine schöne pechschwarze Schicht auf dem
tollen Kuchen...Aber halb so schlimm, da schnitten wir einfach die
Oberfläche ab und schmierten Schokocreme oben drauf! War sehr lecker
:)
Dann durfte das Geschenk ausgepackt
werden: eine neue Badehose! (mit dem Hinweis auf sofortigen
Gebrauch!)
Wir hatten sogar Luftballons und ein
Geburtstagsspiel: Schiefer Turm. Das Geburtstags“kind“ hat
gewonnen! Während des Spiels kamen die Chipmunks ganz nah an uns heran und der eine lief mir sogar über die Füße! Die hatten den Kuchen gerochen...
Gegen 11 musste Tobi ins Auto steigen
und ins Unbekannte fahren. Ich wies den Weg, bis Tobi es kurz vorher
erriet: The Upper Hot Springs in Banff. Heiße Quellen.
Das Wasser floss kilometerweit mit 60°C
den Berg hinunter und kam bei knapp über 40°C unten im Pool an, den
es schon seit über 100 Jahren dort gibt. Das Wasser ist Heilwasser,
da es während seiner langen Reise viele Heilmineralien mitnimmt.
Der Tag war nicht besonders warm und so
entstand ein witziges Bild: Leute im Wintermantel standen auf der
Brücke, die über den Pool mit den Leuten im Badeanzug verlief.
Alle zehn Minuten musste man aus dem
Wasser raus, um sich wieder abzukühlen. Es sei schon vorgekommen,
dass jemand ohnmächtig geworden sei. Es war außerdem ausdrücklich
erlaubt, Getränke in Plastikflaschen mit an den Pool zu nehmen.
Wir fanden es herrlich! Und wiedermal
war es ziemlich leer. Die wunderbare Off-Season!
Mittags gab es leckere Spaghetti und
Nudelauflauf in der „Old Spaghetti Factory“ downtown Banff. Wir
hatten einen sehr gesprächigen Kellner, der mit uns ein Gemälde
interpretierte und auf unseren Beleg am Ende „dankeschön“
draufschrieb.
Bei „second cup“, einer
Kaffeekette, riefen wir im Internet die Geburtstagsemails ab und
machten uns dann auf den Weg nach Calgary.
Gegen halb sechs kamen wir in unserem
Bed&Breakfast an, wo wir schon die erste Nacht in Kanada
verbracht hatten. Dieses Mal bekamen wir zum gleichen Preis den
„Royal Queen Room“, wo ein riesiges Bett, Whirlpool, Dusche mit
Dampfbad, riesen Fernseher, Gaskamin, Couchsessel usw. vorfanden!
Alles war so gemütlich, dass wir beschlossen, auf die Disconacht zu
verzichten und dafür einen entspannten Abend machten. Es gab sogar
Microwellenpopcorn zur Herr der Ringe Blueray :D
So ging ein sehr schöner Geburtstag zu
Ende :-)
10.Mai
Dieser Morgen verging viel zu schnell.
Wir wären gerne noch länger in unserem Bed&Breakfast
geblieben...
Wir bekamen wieder ein spektakuläres
Frühstück mit allem was das Herz begehrt! Unser Gastgeber erzählte
uns dann noch von ein paar guten Routen, die wir nach Lethbridge,
unserem nächsten Ziel, fahren könnten.
Wir hielten uns noch einige Zeit in
einer Shopping-Mall auf und peilten unseren beliebten Second Cup an,
wo wir bei Mangosmoothie das Internet nutzten. Danach sind wir etwas
durch Calgary geirrt, wir waren soviel Stadtverkehr garnicht mehr
gewohnt...
Irgendwann hatten wir keine Lust mehr.
Wir waren in einer Tiefgarage gelandet, die unglaublich viel Geld
kosten sollte, aber Tobi brauchte dringend ein Klo! Und so haben wir
Calgary noch am gleichen Tag verlassen und uns nach zweianhalb
Stunden Fahrt einen von zwei Walmarts ausgesucht, wo wir die Nacht
verbingen wollten.
Der Walmart hatten einen großen
„campingfreundlichen“ Familien-Waschraum, über den wir uns
freuten.
Aber wir hatten noch was nachzuholen:
Einen Geburtstagscocktail für Tobi!
Wir fuhren also nochmal los und suchten
eine schöne Lounge oder dergleichen und fanden schließlich in
unserem dicken Kanadareiseführer einen alten umgebauten Wasserturm.
Man fuhr per Fahrstuhl viele Meter nach oben und kam in“Ric`s
Grill“ an, wo wir uns einen netten Minzcocktail teilten. Wir
bekamen sogar ein fast Privatkonzert von zwei jungen Männern, die
wohl auf mehr Publikum gehofft hatten. Die Jungs taten trotzdem ihr
Bestes und waren echt super!
Während wir da über der Stadt saßen,
ging ein richtiges Schneeunwetter los...Wir waren froh im Trockenen
zu sitzen. Die Kellnerin schien nicht so glücklich über unsere
kleine Bestellung, aber was solls ;)
Wir sprangen dann schnell ins Auto,
fuhren zu unserem Walmart und krochen unter warme Decken.




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