| Auf Tobi! |
(Tobi) OBACHT: Wir haben versehentlich beide gleichzeitig die Wasserturm-Geschichte geschrieben. Hier also noch einmal die Story aus meiner Sicht - mit Fortsetzung der Geschichte am folgenden Tag.
Tjoa... über diese Stadt lässt sich soweit noch nicht so viel sagen. Wir konnten zwischen zwei Walmarts wählen, das Wetter war aber leider alternativlos mies. Ungemütliche Schneegraupel drängten uns dazu, uns einen warmen Unterschlupf zu suchen, um dort unseren "verpassten" Geburtstags-Drink nachzuholen. Wir wurden fündig in einer Lounge, die in einem alten Wasserturm bei schönem Wetter eine schöne Aussicht über Lethbridge geboten hätte. Die Athmosphäre war nett: Zwei Soft-Pop-Gitarristen spielten entspannte Coversongs für die handvoll Gäste, die sich an diesem Abend hinaus gewagt hatten. Die Kellnerin war aber nicht zufrieden mit uns, weil wir nur einen alkoholfreien Cocktail bestellt hatten und am Ende ein lausiges Trinkgeld gaben - shame on us!
| Atemberaubende Aussicht |
| Süße Jungs |
Spätere Recherchen ergaben, dass wir beinahe in einen Mormonen-Gottesdienst geschlittert wären. Nach Aussagen von Wikipedia herrscht während ihrer Gottesdienste tatsächlich eine gewisse Kleiderordnung. Wären sie am Eingang mit Türstehern ausgestattet gewesen - wir wären haushoch rausgeflogen. Woher auch so schnell ein Jacket für den Mann und eine Haube für die Frau herholen? Die zweite Kirche hatte den gleichen Schriftzug (später fanden wir heraus, dass es in Lethbridge fünf Kirchen dieser Art gibt). Mittlerweile diskutierten wir schon, ob es sich überhaupt noch lohnen würde, eine Kirche zu finden, in die wir uns letzlich hineintrauen würden. Aber am Ende konnten wir uns mit dem Namen "City Light Church" anfreunden und traten gespannt ein. Dieses Mal waren wir wieder rechtzeitig zur Predigt da. Das Thema: Fear not! Dieser Satz ist 365 mal in der Bibel zu finden. Für jeden Tag im Jahr einmal. Folgenden Song spielte der Pastor nach seiner Predigt ab: Whom Shall I Fear von Chris Tomlin.
Als Gäste bekamen wir ein kleines Willkommens-Paket und je ein Freigetränk an der Kaffee-Bar. Fenja wurde sogar eine Rose zum Muttertag überreicht - vorsorglich sozusagen ;) Wir machten uns anschließend schnell auf, um unsere Mütter telefonisch zu erreichen. Ncht so einfach in Zeiten des technischen Rückschritts, was Öffentliche Fernsprechanlagen angeht. Um ca. 13:30 Uhr hatten wir dann aber eins dieser vom Aussterben bedrohten Geräte gefunden und konnten meine vor Wochen versehentlich gekauften Long-Distance Telefonkarten leerplappern! Nach ein bißchen Häuser gucken fuhren wir dann auch schon weiter in Richtung... Halt, das ist wieder eine eigene Geschichte für sich.
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