Heute war Waschtag!
Wir steuerten einen Selfserve-Waschsalon an und freuten uns über frische Wäsche. An sich war dieser Tag aber ein müder und wir waren etwas angenervt voneinander. Tja, sowas kommt wohl vor, wenn man so viel aufeinander hockt...
Aber alles war wieder gut, als Tobi mal kurz verschwand und mit einem großen Starbucks-Smoothie und Blumen wiederzurückkam. Heute sind wir 2 Jahre und 9 Monate zusammen! <3
Die Straße führte uns weiter nach Creston und wir waren ganz überrascht von all den bunt blühenden hübschen Gärten und Hügelchen mit Weinreben. Waren wir schon bis nach Italien gefahren? Die Sonne schien munter und wir machten einen Spaziergang durch das Städchen. In einem kleinen 50er-Jahre Laden genossen wir unser erstes Sommereis.
Und schon ging die Reise weiter, wir freuten uns an der Landschaft und an der Sonne. An einem kleinen Rastplatz pausierten wir und stiegen einen kleinen Abhang hinunter, wo ein wilder Fluss seine Kurve nahm.
Gegen Abend kamen wir in Nelson an. Unser Navi hatte uns dorthin geschickt, weil es hier einen Walmart geben sollte, auf dem wir campen wollten. Als das Navi stolz verkündete: "Sie haben Ihr Ziel erreicht!", sahen wir ein großes Baustellengrundstück. Ups. Doch ein paar Meter weiter entdeckten wir doch noch unseren gesuchten Supermarkt, mussten allerdings feststellen, dass hier das Campen nicht erlaubt war! Die Stadt Nelson wollte ihre Touris wohl lieber auf dem Campingplatz sehen...Schade!
Aber wir gaben nicht auf und suchten uns halt ein anderes Übernachtungsplätzchen. Wir fuhren aus der Stadt heraus und fanden eine Wohngegend. Die Straßen waren zu schräg, die Steigung war zu hoch, doch nach einiger Suche fanden wir ein einigermaßen gutes Plätzchen. Wir stellten uns so hin, dass wir gleich hätten wieder wegfahren können.
Am nächsten Morgen stand der Frühaufsteher Tobi sehr früh auf und schaute sich mal die Umgebung an. Als einer von diesen coolen gelben Schulbussen unseren bergigen Pfad hochgekrochen kam, musste er die Funktion unseres Schlafplatzes feststellen! Doch der Bus konnte problemlos halten und wieder wegfahren, wir hatten gut genug geparkt!
Wir fuhren dann aber doch gleich wieder weg und zurück zur Supermarktecke. Ich war nicht gut drauf, ich fühlte mich total eklig und jammerte Tobi voll, dass ich duschen wollte...Dann packte ich einfach meine Sachen in eine unauffällige Tasche und ging in einen der Märkte. Ich fand einen ziemlich großen Waschraum, der sauber wirkte und den ich für mich alleine nutzen konnte und wusch meine Haare. Was für ein schönes Gefühl! Haha! Und niemand hatte es gemerkt ;)
Tobi hatte derweil im Auto unser Frühstück vorbereitet und freute sich, dass ich so glücklich wieder zurückkam ;D Außerdem hatte ich Schokocroissants mitgebracht ;)
Danach erkundeten wir zu Fuß die Stadt. Wir fanden ein paar richtig schöne Geschäfte und fühlten uns sehr wohl. Nelson war eine sehr kreative bunte Stadt und wir hatten herrlich warmes Wetter.
Am frühen Nachmittag gings weiter nach Grand Forks (große Gabeln auf deutsch), wo wir in dem Overwaitea-Lebensmittelladen nachfragten, ob wir wohl hier auf dem Parkplatz stehen bleiben könnten. Die Verkäuferin sagte freundlich ja und wir freuten uns :) Wir liefen abends durchs Dörfchen und sahen viele schöne Läden, die zum Verkauf standen. Grand Forks schien ein bisschen vorm Aussterben bedroht, obwohl es richtig schön hier war.
Im Autobett gabs zur Gutenachtgeschichte den "Schrecksenmeister" von Walter Moers.

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