GELD ODER LIEBE?
Ich wurde am Mittwoch zum ersten Arbeitseinsatz out of Town geordert: Drei Tage Außenfassade streichen im 2,5 Stunden Autofahrt entfernten High Prairie. Bei schönstem Sonnenschein erfuhr ich, dass ich ein guter Maler bin (hört hört..). Abends ging's ins schicke Motel – auf Kosten der Firma. Haben Überstunden gemacht – höherer Stundenlohn. Plus großzügiges Verpflegungsgeld. Alles super – bis auf dass wir beiden uns drei Tage nicht sehen konnten. Nach diesem Arbeitstrip entschied ich mich also, zu beantragen, in Zukunft nicht mehr wochenends und über Nacht zu arbeiten. Prompte Antwort: „No problem.“ Klasse Firma!
Am Donnerstag vergnügte Fenja sich mit den Bussemeier-Jungs auf
einem Konzert mit Bands aus der Region. Die Umgebung hier ist
kulturell sowas von öde... da darf man sich solch ein Konzert nicht
entgehen lassen!Freitag fuhren wir nach meiner freudigen Wiederankunft erstmal Shoppen nach Grande Prairie – Klamotten kaufen (Ja, es war ein Highlight, weil Fenjas gute Stimmung bedroht war – bis sie doch noch eine passende Jeans fand)
Der Samstag war historisch! Ich durfte das erste Mal eine kanadische Garbage Transfer Station betreten. Es war amazing! All dein Holz - sei es auch noch so behandelt, bemalt oder geklebt – wirfst du auf einen riesigen Haufen, der dann ab und zu verbrannt wird. So einfach kann's gehen...
Wir beendeten die Woche am Sonntag mit einem spontanen Besuch der
Familie Shalagan. Ein riesiges Haus voller Leute – acht Kinder,
teilweise mit Anhang, zwei weitere Gäste, zwei Eltern. Der Elch war
lecker! Und das Gelände ist fabelhaft: Ein eigenes Paintball-Gebiet,
Biberbauten und eine Hütte auf einer Insel, in der wir demnächst
mal übernachten wollen (wenn die Brücke repariert ist).

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen