Sonntag, 15. September 2013

Second week

Ups... schon zwei Wochen rum seit unserem letzten Eintrag. Dann mal los! Ich darf die letzte „arbeitfreie“ Woche zusammenfassen: vom 01. bis 08. September.
Der Sonntag war aufregend, weil wir das erste Mal die Webster Community Church besuchen sollten – Bussis Heimatgemeinde. Ein nettes Häufchen von lieben Leuten ist es. Wir durften einen kleinen Schwung in Richtung Charismatikum erleben: der Pastor (ehemals Deutscher) sprach über das Lob Gottes und betonte, dass es jedenfalls laut Bibel nicht besonders heiliger sei, Gott möglichst still und gesittet zu loben – es ging in seinen Bibelstellen ums Hände klatschen, Spielen verschiedenster Instrumente und – oh oh oh.. Rufen und Singen.
Bezeichnend für das erstaunlicherweise immer noch andauernde schöne Sommerwetter ist dieses Foto von unserem Ausflug zur Ice Cream Barn am Highway nach Grande Prairie (mit auf dem Foto: Anna, Chelseas Schwester). Delicious Icecream, alle möglichen und unmöglichen Sorten und die Kugeln riesengroß!

Bussis Haus wird bei jedem Regenguss im Keller so nass, dass ein kleiner Bach am abgesickerten Fundament entlangfließt. Am Mittwoch machten wir uns an die leidige Arbeit, diesem Problem auf die Schliche zu gehen. Thomas hatte schon Schlimmes erwartet, aber dass das Wegbrechen der Wände so gravierende Schäden am Haus zum Vorschein bringen würde, hatte keiner gedacht. Kurz gesagt: So ziemlich alle tragenden hölzernen Stützbalken sind in den Jahren weggerottet und wir fragen uns ernsthaft, auf welchen Pfeilern dieses Haus überhaupt steht.. Es muss Gottes luftige Hand sein.
In dieser Gegend ist der Boden sehr lehmig und so ist ein feuchter Keller vorprogrammiert. Deshalb bohrt man in Kanada gleich eine kleine Sickergruben in den Kellerboden, von wo aus das Wasser mit einer Pumpe nach draußen geleitet wird.

Am Donnerstag schauten wir uns in der seltsamen Einkaufsstraße von Grande Prairie um. Abends endlich mal wieder schön Fisch essen bei Joey's.




Freitag ging's spontan zu unseren ersten Garage Sales. Hier trifft man sich nicht auf nem Festplatz zum Flohmarkt, sondern stellt seine Garage mit dem überschüssigen Kram voll. Die Kanadier fahren so oder so viel rum, dann klappert man eben ein paar Garagen ab. Fenja fand Crocks und Gummistiefel für zusammen zwei Dollars! Und die obligatorische freudige Begegnung mit einem Kind durfte natürlich auch nicht fehlen.
Am Samstag zogen wir um: Björn und Chelsea mussten runter in eine kleinere Wohnung und so hatten sie keinen Platz mehr für uns. Also ging es für uns auf Bussis riesige Farm! Ich hause jetzt vorübergehend in einem Campingwagen und Fenja haben wir das ehemalige Musikzimmer freigeräumt. Herrlich hier!
Nach einem schönen Ruanda-Gottesdienst im Peace River Bible Institute feierten wir am Sonntag auf der Farm die Verlobungsfeier von Norwin und Ruth. Spätestens seit diesem Tag träume ich von einem Musikfestival auf diesem Areal!

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