Ups... schon zwei Wochen rum seit
unserem letzten Eintrag. Dann mal los! Ich darf die letzte
„arbeitfreie“ Woche zusammenfassen: vom 01. bis 08.
September.Der Sonntag war aufregend, weil wir das erste Mal die Webster Community Church besuchen sollten – Bussis Heimatgemeinde. Ein nettes Häufchen von lieben Leuten ist es. Wir durften einen kleinen Schwung in Richtung Charismatikum erleben: der Pastor (ehemals Deutscher) sprach über das Lob Gottes und betonte, dass es jedenfalls laut Bibel nicht besonders heiliger sei, Gott möglichst still und gesittet zu loben – es ging in seinen Bibelstellen ums Hände klatschen, Spielen verschiedenster Instrumente und – oh oh oh.. Rufen und Singen.
Bezeichnend für das erstaunlicherweise
immer noch andauernde schöne Sommerwetter ist dieses Foto von
unserem Ausflug zur Ice Cream Barn am Highway nach Grande Prairie (mit auf dem Foto: Anna, Chelseas Schwester).
Delicious Icecream, alle möglichen und unmöglichen Sorten und die
Kugeln riesengroß!
Bussis Haus wird bei jedem Regenguss im
Keller so nass, dass ein kleiner Bach am abgesickerten Fundament
entlangfließt. Am Mittwoch machten wir uns an die leidige Arbeit,
diesem Problem auf die Schliche zu gehen. Thomas hatte schon
Schlimmes erwartet, aber dass das Wegbrechen der Wände so
gravierende Schäden am Haus zum Vorschein bringen würde, hatte
keiner gedacht. Kurz gesagt: So ziemlich alle tragenden hölzernen
Stützbalken sind in den Jahren weggerottet und wir fragen uns
ernsthaft, auf welchen Pfeilern dieses Haus überhaupt steht.. Es
muss Gottes luftige Hand sein.
In dieser Gegend ist der Boden sehr
lehmig und so ist ein feuchter Keller vorprogrammiert. Deshalb bohrt
man in Kanada gleich eine kleine Sickergruben in den Kellerboden, von
wo aus das Wasser mit einer Pumpe nach draußen geleitet wird.
Am Donnerstag schauten wir uns in der
seltsamen Einkaufsstraße von Grande Prairie um. Abends endlich mal wieder
schön Fisch essen bei Joey's.
Freitag ging's spontan zu unseren
ersten Garage Sales. Hier trifft man sich nicht auf nem Festplatz zum
Flohmarkt, sondern stellt seine Garage mit dem überschüssigen Kram
voll. Die Kanadier fahren so oder so viel rum, dann klappert man eben
ein paar Garagen ab. Fenja fand Crocks und Gummistiefel für zusammen zwei Dollars! Und die obligatorische freudige Begegnung mit einem
Kind durfte natürlich auch nicht fehlen.
Am Samstag zogen wir um: Björn und
Chelsea mussten runter in eine kleinere Wohnung und so hatten sie
keinen Platz mehr für uns. Also ging es für uns auf Bussis riesige
Farm! Ich hause jetzt vorübergehend in einem Campingwagen und Fenja
haben wir das ehemalige Musikzimmer freigeräumt. Herrlich hier!
Nach einem schönen Ruanda-Gottesdienst
im Peace River Bible Institute feierten wir am Sonntag auf der Farm
die Verlobungsfeier von Norwin und Ruth. Spätestens seit diesem Tag
träume ich von einem Musikfestival auf diesem Areal!

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