Dienstag, 3. September 2013

A day to remember! (31.08.13)

Sehr früh begann für uns dieser Tag, um 6 Uhr morgens fuhren wir los in ein Abenteuer, von dem wir vorher noch nichts wussten. 

Erster Halt war Tim Hortons, wo wir uns mit reichlich Kaffee und Bagels eindeckten und unsere Mitabenteurer trafen. Wir waren 12 Leute mit 3 Trucks (so werden hier Pick-Ups genannt), 2 Quads und einem Motorrad. Dabei waren  die Geschwister von Björn und Chelsea mit Anhang und zwei weitere Freunde. Wir sollten alte Klamotten anziehen, soviel stand fest. 
Wir fuhren Richtung Westen, Richtung Rockies. Nach 2-3 Stunden machten wir einen ersten Zwischenstop an einem wunderschönen See. Es war so neblig, dass man das Wasser am Ufer garnicht sah und dachte, sich in einer Wolke zu befinden. Außerdem schmerzten meine Ohren, weil es so unglaublich ruhig war. 
Es ging noch ne ganze Weile weiter, bis wir wieder zum Stehen kamen. Diesmal ließen wir einen Truck stehen, luden die Quads und das Motorrad ab und machten große Augen, als wir sahen, dass Björn auf der Box seines Trucks ein Sofa montiert hatte! Dort sollten Tobi und ich Platz nehmen! Die Couch war sehr gemütlich und ich bin sehr froh, so oft im Heidepark gewesen zu sein, denn diese Fahrt übertraf jede meiner Achterbahnerfahrungen. Wir fuhren einen unglaublichen Weg lang, der eher als trockenes Flussbett zu bezeichnen war, und waren sehr über die Stärke der Trucks erstaunt, wie sie riesige Steine, tiefe Pfützen (eher Seen) und Unebenheiten überwältigten. Teilweise hatte ich echt Angst, rauszufallen :D Irgendwann mussten wir anhalten, weil der andere Truck in einer der Sumpfpfützen mit zwei Rädern feststeckte. Wir verbanden zwei Abschleppseile und Björns Truck zog den anderen mit viel Mühe heraus. Was für ein Akt! Dabei knickte jedoch leider das riesige Auspuffrohr um, sodass es zum linken Hinterrad zeigte. Doch auch dieses Problem bewältigten die Jungs locker durch ein paar kräftige Fußtritte.
So ging es weiter, bis wir an einen wunderschönen Fluss gelangten. Dort machten wir ein Lagerfeuer und ein weiteres großes Highlight erwartete uns: Björns Bruder Norwin machte seiner Freundin Ruth einen Heiratsantrag!! Das machte er zwar mit ihr allein, aber wir liefen ihnen hinterher und gratulierten ihnen. Das war soo schön! :)

Nach dem Essen ging unsere Wanderung zur eigentlichen Überraschung des Tages los. Die Kanadier wussten den Weg und wir liefen gespannt hinterher. Der Weg führte am Fluss entlang. Und dieser hörte plötzlich mitten drin auf! 
Wir gelangten an einen riesigen Wasserfall! Wir waren auf der linken Seite und konnten hinunterschauen. Wie klein die Menschen unten waren!
Wir wanderten weiter zu einem hübschen Aussichtspunkt und von dort kletterten wir den ganzen Berg mithilfe von Kletterseilen herunter. Wir waren ziemlich fertig. Und das war auch nicht gerade ungefährlich! Unten angekommen gingen wir noch als erstes noch weiter nach links, denn dort war ein weiterer kleinerer Wasserfall. Danach kletterten wir hinter den Wasserfall und Jesse, Chelseas Bruder, musste mich mindestens dreimal anfeuern weiterzugehen, da ich doch wohl nicht umsonst hier runter gekommen wäre. Ich war sehr kaputt, schaffte es aber doch bis zum Ziel und hinterher den Berg wieder hoch!



Auf dem Rückweg wechselten wir ein paar Mal die Plätze und hatten auch die Chance, zusammen Quad zu fahren :) Es machte soo einen Spaß! Ich liebe Quadfahren! 
That was a real canadian experience!



Auf der Rückfahrt versuchten wir zu schlafen, doch durch das krasse Geruckel, war das nicht so einfach. Gegen Mitternacht fielen wir dann endlich in unsere Betten.  



Übrigens haben wir es geschafft in den letzten Tagen unsere SIN-Nummern anzufordern. Das ist ne Art Steuernummer, mit denen wir uns um Arbeit bewerben dürfen. 

Sonntag waren wir hier in der Gemeinde im Gottesdienst, was uns ziemlich gut gefallen hat. Thomas hatte Gottesdienstleitung und Lennart spielte Bass in der Worshipband. Im Anschluss gabs Mittagessen und Tobi hatte das Bedürfnis draußen zu essen. So kam es dazu, dass fast alle Leute in unserem Garten mit nach draußen kamen und wir einige neue Kontakte knüpften. Es waren sogar ein paar deutsche Bibelstudenten aus Baden-Baden da.

2 Kommentare:

  1. Wow, cooles Abendteuer! :)
    So hab ich mir Kanada vorgestellt! :D
    Liebe Grüße aus Hamburg, Jojo!

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  2. Good day mate!
    Da ich Euch leider so gar nichts mehr wünschen konnte weil ich mich im Outback befand als ihr gestartet seid, wollte ich mich wenigstens jetzt mal melden!!!!
    Ich bin so stolz auf Euch, dass ihr jetzt endlich in Canada seid und ich möchte euch alles alles Gute wünschen. Genießt die Zeit in vollen Zügen, werdet zu JA-Sagern und saugt die große FREIHEIT in euch auf. Ich habe soeben die letzten Einträge gelesen und bin jetzt schon ein großer Fan von euren Erlebnissen. Fühlt euch fest gedrückt.
    God bless you guys! Yours Mary

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