Man muss schon sagen,
dass der Greyhound zum Schlafen besser geeignet ist als ein Flugzeug.
Nach ca. 6 Stunden sind wir dann endlich in Grande Prarie angekommen.
Der Busfahrer wünschte uns einen ¨great day¨ und ¨merry christmas¨ und
so stiegen wir schlaftrunken aus dem Bus aus in die Ankunftshalle, die
ziemlich schäbbig aussah. Die Halle führte durch eine schmale Tür in den
Wartebereich und dort wurden wir dann freudestrahlend von Björn in
Empfang genommen. Endlich waren wir da!
Mit
Björns Mercedes gings durchs langsam hell werdende Grande Prarie nach
Sexsmith. Unterwegs sahen wir auf den Highways fast nur Trucks und Big
Sammys. Pick-Ups werden hier als Trucks bezeichnet und die Sammys sind
die Lastwagen.
Björn und Chelsea wohnen in einer hübschen
2-Zimmer Wohnung, das zur Bibelschule gehört und wir bewohnen eins der
Zimmer. Sehr komfortabel!
Da wir garnicht aufhören konnten zu
reden, blieben wir noch so lange auf, bis Björn und Chelsea zur Arbeit
fuhren und fielen dann in einen tiefen Schlaf, der wohl vier Tage
aufholen musste. Es war sehr gut, dass wir erstmal in Ruhe hier ankommen
konnten, alle Cornflakes und Rosinentoastsorten ausprobieren durften
und dann uns gemütlich die Gegend anschauen konnten.
Eigentlich
wollten wir Hanna in der Biblschule besuchen, weil wir ihren Besuch bei
uns verpasst hatten, aber sie war schon seit einer Stunde zuhause.
Also
liefen wir noch ein paar Straßen weiter und kamen zu einer kleinen
Einkaufsstraße, wo wir den Grocery Store ausprobierten. Er quillte über
vor Cola und Chips, doch wir konnten uns beherrschen und kauften zwei
Bananen und einen Apfel.
Auf dem Rückweg
wurden wir von unseren lieben Gastgebern abgefangen und fuhren zu
Bussemeiers Farm. Thomas und Hanna haben ein riesiges Grundstück mit
Wald, Feld, einer Werkstatt für Björn, anderen Lagern und ihrem süßen
kleinen Haus. Es waren grade einige Studenten der Bibelschule zum
Grillen da und so wurden Tobi und ich nach Hannas herzlichem Empfang
¨genötigt¨ ihre guten Hamburger zu essen. Und sie schmecktem auch gut,
machten jedoch so manch einem So-gut-wie-Vegetarier Bauchschmerzen.
Nun
wurde es ernst! Chelsea lud uns in ihren Truck und wir fuhren zu dritt
zu Bekannten aus deren Gemeinde. Über Stock und Stein ging es die
quadratisch verlaufenden Straßen entlang (es lohnt sich mal die Gegend
hier bei GoogleMaps anzusehen! Kanada, Alberta, Sexsmith) bis zu einem
versteckten großen Holzhaus mit riesigen Garagen. Dort stellte Chelsea
und einem dort werkelnden Mann vor. Wir gingen die Auffahrt entlang und
kamen an einem hellgrauen MiniVan zum stehen. ¨Now its yours!¨ hieß es
und schon saßen wir glücklich im Auto drin. Unser erstes gemeinsames
kanadisches Auto! Wie stolz wir waren!
Tobi saß zuerst am
Steuer, war aber erst selten Automatik gefahren und so kamen wir erst
nach einer Weile ausprobieren wirklich voran. Unser Chevrolet zeigte
immer das Handbremsenlämpchen an, ohne dass sie angezogen war. Eine
erste Fehlfunktion. Aber sonst waren wir sehr zufrieden.
So
fuhren wir am ersten Abend bei Bussis mit unserem ersten Auto wieder
zurück zur Farm, aßen heißen Blueberry Pie am Lagerfeuer und verzogen
uns zum Schluss in unser wunderbares Gästezimmer.
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