Montag, 2. September 2013

Oh la la, La Grande Prairie (27.08.13)

Fenja schreibt:
Man muss schon sagen, dass der Greyhound zum Schlafen besser geeignet ist als ein Flugzeug. Nach ca. 6 Stunden sind wir dann endlich in Grande Prarie angekommen. Der Busfahrer wünschte uns einen ¨great day¨ und ¨merry christmas¨ und so stiegen wir schlaftrunken aus dem Bus aus in die Ankunftshalle, die ziemlich schäbbig aussah. Die Halle führte durch eine schmale Tür in den Wartebereich und dort wurden wir dann freudestrahlend von Björn in Empfang genommen. Endlich waren wir da! 

Mit Björns Mercedes gings durchs langsam hell werdende Grande Prarie nach Sexsmith. Unterwegs sahen wir auf den Highways fast nur Trucks und Big Sammys. Pick-Ups werden hier als Trucks bezeichnet und die Sammys sind die Lastwagen. 
Björn und Chelsea wohnen in einer hübschen 2-Zimmer Wohnung, das zur Bibelschule gehört und wir bewohnen eins der Zimmer. Sehr komfortabel!
Da wir garnicht aufhören konnten zu reden, blieben wir noch so lange auf, bis Björn und Chelsea zur Arbeit fuhren und fielen dann in einen tiefen Schlaf, der wohl vier Tage aufholen musste. Es war sehr gut, dass wir erstmal in Ruhe hier ankommen konnten, alle Cornflakes und Rosinentoastsorten ausprobieren durften und dann uns gemütlich die Gegend anschauen konnten. 
Eigentlich wollten wir Hanna in der Biblschule besuchen, weil wir ihren Besuch bei uns verpasst hatten, aber sie war schon seit einer Stunde zuhause. 
Also liefen wir noch ein paar Straßen weiter und kamen zu einer kleinen Einkaufsstraße, wo wir den Grocery Store ausprobierten. Er quillte über vor Cola und Chips, doch wir konnten uns beherrschen und kauften zwei Bananen und einen Apfel. 

Auf dem Rückweg wurden wir von unseren lieben Gastgebern abgefangen und fuhren zu Bussemeiers Farm. Thomas und Hanna haben ein riesiges Grundstück mit Wald, Feld, einer Werkstatt für Björn, anderen Lagern und ihrem süßen kleinen Haus. Es waren grade einige Studenten der Bibelschule zum Grillen da und so wurden Tobi und ich nach Hannas herzlichem Empfang ¨genötigt¨ ihre guten Hamburger zu essen. Und sie schmecktem auch gut, machten jedoch so manch einem So-gut-wie-Vegetarier Bauchschmerzen. 

Nun wurde es ernst! Chelsea lud uns in ihren Truck und wir fuhren zu dritt zu Bekannten aus deren Gemeinde. Über Stock und Stein ging es die quadratisch verlaufenden Straßen entlang (es lohnt sich mal die Gegend hier bei GoogleMaps anzusehen! Kanada, Alberta, Sexsmith) bis zu einem versteckten großen Holzhaus mit riesigen Garagen. Dort stellte Chelsea und einem dort werkelnden Mann vor. Wir gingen die Auffahrt entlang und kamen an einem hellgrauen MiniVan zum stehen. ¨Now its yours!¨ hieß es und schon saßen wir glücklich im Auto drin. Unser erstes gemeinsames kanadisches Auto! Wie stolz wir waren! 
Tobi saß zuerst am Steuer, war aber erst selten Automatik gefahren und so kamen wir erst nach einer Weile ausprobieren wirklich voran. Unser Chevrolet zeigte immer das Handbremsenlämpchen an, ohne dass sie angezogen war. Eine erste Fehlfunktion. Aber sonst waren wir sehr zufrieden.
So fuhren  wir am ersten Abend bei Bussis mit unserem ersten Auto wieder zurück zur Farm, aßen heißen Blueberry Pie am Lagerfeuer und verzogen uns zum Schluss in unser wunderbares Gästezimmer.

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