Donnerstag, 29. August 2013

Stürmische Zeiten (26.08.13)

Weil hier alles so stürmisch vorangeht mit unseren Erlebnissen, hängen wir etwas hinterher. Deshalb nun am vierten Tag der Bericht über den zweiten Tag:
Nachdem wir schön ausgeschlafen hatten, ließen wir uns ein großartiges Frühstück aufdecken: Ei auf Kartoffelpuffer, warme Rosinen-Toastbrote mit Aufstrichen, diverse Obststücke, ein Müslibuffet, guter Kaffee, O-Saft, gekochter Schinken, Kuchen, Joghurt, Salat... Und von allem viel zu viel :) Für die Unterhaltung sorgten zwei Eichhörnchen auf der Terrasse, die sich dort durchfüttern ließen.
Unser Housekeeper berichtete uns danach von der großen Flut direkt vor seiner Tür. Er selbst bekam davon mit, als er unterwegs war und ihn ein Freund anrief, dass er gerade im Fernsehen seine Terrasse den Bowriver heruntertreiben sah. Er und seine Frau nehmen es mit Humor - nun hätten sie von der Terrasse im Obergeschoss einen Blick auf's Meer. Und kurz nach der Flut hatten sich sogar ein paar Biber an der neuen Steinküste sehen lassen.
Unsere nächste Station sollte Edmonton sein - zu erreichen mit dem Greyhound-Bus. Auf dem Weg zu diesem wirklich sprichwörtlichen Busbahnhof (riesig!) begegneten wir noch vielen herzlich offenen Leuten, die uns alle freudig ausfragten und herzlich willkommen hießen.
Wir stiegen mit gemischten Gefühlen in den Bus, es gibt sehr konträre Meinungen über den Greyhound. Unser Fazit war aber: Alles bestens! Sitze gemütlicher als im Flugzeug, W-LAN und Stromanschluss. Und die Beinfreiheit ist auch okay! Wir wurden weder ausgeraubt noch mussten wir uns mit betrunkenen Reisenden prügeln.
Gegen 20.15 Uhr kamen wir an in Edmonton. Eigentlich wollten wir hier auch noch einmal übernachten, um dann am nächsten Tag gemütlich weiter zu reisen zu Bussis nach Grande Prairie. Aber als wir bis zuletzt keine Bleibe in Edmonton reserviert bekommen haben, einigten wir uns nach einigem Hin und Her darauf, eine weitere Greyhound-Tour noch für Mitternacht zu buchen.
So hatten wir noch ein paar entspannte Stunden in Edmonton, die wir damit verbrachten mehr oder weniger gesittet in der Old Spaghetti Factory, einem sehr gemütlichen Restaurant, ordentlich Kohle auf den Kopf zu hauen. Auf Empfehlung der Bedienung bestellte ich das tagesgünstige Canadian Bier, ließ mich später noch auf ein zweites ein und war am Ende überrascht, wie hoch die Rechnung wurde: 9 Dollar für zwei Bier - das ist günstig in Kanada.

Unsere schweren Rucksäcke nervten uns schon länger und so waren wir froh, in der Greyhound Busstation große Schließfächer zu finden. Wir schlenderten noch etwas durch die Stadt, um dunklen Gestalten zu begegnen. Irgendwann schlug das Bier bei mir zu stark durch und ich schlief im Wartesaal ein. Die Fahrt nach Grande Prairie war... ermüdend.

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