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| Wo geht's lang? |
(Tobi) In Edmonton waren wir zunächst etwas
aufgeregt, weil auf einmal die Verkehrsführungs Hamburger
Verhältnisse annahm. Nach acht Monaten Kleinstadt kann man schon zum
Schluss kommen, in Kanada gäbe es keinen Stau und zwei Spuren pro
Fahrtrichtung seien das höchste aller Gefühle. Gut, Grande Prairie
war auch nervig und nach jeder Einkaufstour in dieser Stadt waren wir
froh, im beschaulichen Sexsmith gelandet zu sein. Aber Edmonton ist
dann doch noch ein paar Nummern größer und verwirrender. An dieser
Stelle möchte ich mich noch einmal mit Nachdruck für das
wegweisende Geschenk bedanken: Das Navigationssytem. Wir sind nicht
immer der gleichen Meinung und manchmal ist es zu langsam (und
manchmal sind wir zu langsam...), aber das Gerät hat ein großes
Herz, vergibt einem jedes Abkommen vom rechten Pfad und bittet
freundlich zur Umkehr.
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| Minivan vor Megahouse. |
Als wir unserem Ziel in Edmonton näher
kamen, zweifelten wir allerdings beide am Verstand unseres Navis.
Waren wir hier wirklich richtig in diesem noblen Sherwood Park, wo
auf riesigen Grundstücken eine Villa nach der anderen auftaucht? Als
wir unsicher auf's Grundstück einbogen, waren wir uns erst sicher,
als Alvin und Margaret uns aus der Garage entgegenkamen und
freundlich in Empfang nahmen. Es war sehr skuril: Wir hatten uns
gerade von unserer großzügigen Wohnung getrennt und gerade so mit
Ach und Krach alles Nötige (einiges davon stellte sich mit der Zeit
als unnötig heraus..) in den Minivan gestopft. Sogar auf den
Dachkoffer hatten wir verzichten müssen, weil die Dachschienen die
falsche Größe hatten. Die Alternative, ein „Dach-Rucksack“, war
uns zu laut bei der Fahrt. Und nun kamen wir am zweiten Tag unserer
Reise bei den Hansens an, dessen Keller alleine schon mehr Fläche
als unsere komplette Wohnung aufwies. Dort unten durften wir uns
ausbreiten. Inbegriffen waren mehrere Sportgeräte und ein riesiger
Fernseher, für dessen Transport unser Minivan zu klein wäre. Wir
konnten es uns nicht nehmen lassen, in den beiden Nächten, die wir
dort verbrachten, trotz müder Augen noch spätabends jeweils einen
Film in diesem Heimkino zu genießen. Ich brauchte etwa einen Tag, um
zu realisieren, dass die Hansens gleich mit zwei Kaminen gesegnet
waren! Ich könnte noch weiter erzählen von all den faszinierenden
Details in diesem schmucken Haus. Und nach dem „ersten Schock“
ging es genauso unglaublich weiter, als Alvin uns am nächsten Tag
die Außenanlage mit seinen Spielzeugen zeigte: Unter Anderem sechs
Quads und ein Wohnmobil so groß wie ein Container! Und die
Arbeitswerkstatt, in der er seine Fenster-Jalousinen herstellt...
WOW!
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| Lucie beim Sonnenbaden. |
Aber lassen wir uns nicht weiter ablenken vom Materiellen.
Bei Margret und Alvin genossen wir 2 ½ Tage ihre großzügige
Gastfreundschaft, das leckere, gesunde Essen! und die äußerst
komfortablen Räume. Am wertvollsten war die Gemeinschaft mit unseren
„fernen“ Verwandten. Endlich konnten wir die Hansens besser
kennen lernen. Margrets Bruder Karl kam dann auch noch mit seiner
Familie zu Besuch und so hatten wir ein kleines Familientreffen in
Edmonton – wer hätte das gedacht?
Vielen Dank nochmal euch allen, dass
ihr euch so viel Zeit für uns genommen habt!



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