Mittwoch, 14. Mai 2014

Edmonton (1.-3. Mai)

Wo geht's lang?
(Tobi) In Edmonton waren wir zunächst etwas aufgeregt, weil auf einmal die Verkehrsführungs Hamburger Verhältnisse annahm. Nach acht Monaten Kleinstadt kann man schon zum Schluss kommen, in Kanada gäbe es keinen Stau und zwei Spuren pro Fahrtrichtung seien das höchste aller Gefühle. Gut, Grande Prairie war auch nervig und nach jeder Einkaufstour in dieser Stadt waren wir froh, im beschaulichen Sexsmith gelandet zu sein. Aber Edmonton ist dann doch noch ein paar Nummern größer und verwirrender. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal mit Nachdruck für das wegweisende Geschenk bedanken: Das Navigationssytem. Wir sind nicht immer der gleichen Meinung und manchmal ist es zu langsam (und manchmal sind wir zu langsam...), aber das Gerät hat ein großes Herz, vergibt einem jedes Abkommen vom rechten Pfad und bittet freundlich zur Umkehr.




Minivan vor Megahouse.
Als wir unserem Ziel in Edmonton näher kamen, zweifelten wir allerdings beide am Verstand unseres Navis. Waren wir hier wirklich richtig in diesem noblen Sherwood Park, wo auf riesigen Grundstücken eine Villa nach der anderen auftaucht? Als wir unsicher auf's Grundstück einbogen, waren wir uns erst sicher, als Alvin und Margaret uns aus der Garage entgegenkamen und freundlich in Empfang nahmen. Es war sehr skuril: Wir hatten uns gerade von unserer großzügigen Wohnung getrennt und gerade so mit Ach und Krach alles Nötige (einiges davon stellte sich mit der Zeit als unnötig heraus..) in den Minivan gestopft. Sogar auf den Dachkoffer hatten wir verzichten müssen, weil die Dachschienen die falsche Größe hatten. Die Alternative, ein „Dach-Rucksack“, war uns zu laut bei der Fahrt. Und nun kamen wir am zweiten Tag unserer Reise bei den Hansens an, dessen Keller alleine schon mehr Fläche als unsere komplette Wohnung aufwies. Dort unten durften wir uns ausbreiten. Inbegriffen waren mehrere Sportgeräte und ein riesiger Fernseher, für dessen Transport unser Minivan zu klein wäre. Wir konnten es uns nicht nehmen lassen, in den beiden Nächten, die wir dort verbrachten, trotz müder Augen noch spätabends jeweils einen Film in diesem Heimkino zu genießen. Ich brauchte etwa einen Tag, um zu realisieren, dass die Hansens gleich mit zwei Kaminen gesegnet waren! Ich könnte noch weiter erzählen von all den faszinierenden Details in diesem schmucken Haus. Und nach dem „ersten Schock“ ging es genauso unglaublich weiter, als Alvin uns am nächsten Tag die Außenanlage mit seinen Spielzeugen zeigte: Unter Anderem sechs Quads und ein Wohnmobil so groß wie ein Container! Und die Arbeitswerkstatt, in der er seine Fenster-Jalousinen herstellt... WOW! 

Lucie beim Sonnenbaden.
Aber lassen wir uns nicht weiter ablenken vom Materiellen. Bei Margret und Alvin genossen wir 2 ½ Tage ihre großzügige Gastfreundschaft, das leckere, gesunde Essen! und die äußerst komfortablen Räume. Am wertvollsten war die Gemeinschaft mit unseren „fernen“ Verwandten. Endlich konnten wir die Hansens besser kennen lernen. Margrets Bruder Karl kam dann auch noch mit seiner Familie zu Besuch und so hatten wir ein kleines Familientreffen in Edmonton – wer hätte das gedacht?
 


Vielen Dank nochmal euch allen, dass ihr euch so viel Zeit für uns genommen habt!


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