(fenja)
Hallo ihr lieben Blogleser!
Die letzten zwei Wochen waren einfach unglaublich! Es sind soo viele schöne Sachen passiert...das größte Highlight unserer bisherigen Reise ereignete sich am Montag, 10.02.2014.
Nachdem wir meiner Mama das riesige Grundstück von Chelseas Familie gezeigt hatten, samt Cabin auf einer kleinen Insel, die man nur über den zugefrorenen Fluss erreichen kann, sind wir drei, Chelsea und Anna nach Bezanson gefahren, ca. 1 1/2 h von Sexsmith entfernt.
Dort trafen wir uns mit Rhonda, die 10 Alaskan Huskeys bei sich im Garten hat und regelmäßig bei Schlittenhundenrennen dabei ist.
Diesen Termin hatten wir schon lange geplant, Anna hatte das super organisiert.
Mamas Traum war es schon lange mal bei einem Schlittenhunderennen dabei zu sein und jetzt hatten wir die Gelegenheit, ihr diesen Traum zu erfüllen.
Die Hunde waren in einem eingezäunten Bereich des Gartens angeleint. Wir machten uns zuerst mit ihnen vertraut, streichelten sie und sahen ihre und unsere riesige Vorfreude. Dann wurden 8 von ihnen an einen richtig schönen Schlitten angeleint.
Rhonda wollte mich zuerst in den Schlitten setzen lassen, Tobi sollte dann mit ihrer Tochter Aimee per Schneemobil hinterherfahren, um Fotos zu machen.
Wir hatten eigentlich abgesprochen, dass Mama zuerst fahren sollte, aber ich sagte nichts, weil ich so aufgeregt war.
Die Hunde jaulten und kläfften und wollten unbedingt losrennen. Sie sprangen durcheinander und tanzten wild umher, bis Rhonda das Startsignal gab - sofort waren alle ruhig und sprinteten los.
Das war ein tolles Gefühl! Ich hatte eine dicke Decke über meinen Beinen, um nicht zu frieren, denn es war ein ziemlich kalter Tag. Den Hunden aber kann es garnicht kalt genug sein.
Wir fuhren eine riesige Runde, es ging durch viel Neuschnee und der Schlitten wackelte ganz schön hin und her, aber es machte riesigen Spaß.
Irgendwann kamen wir bei einer Baumgruppe zum Stehen. Ich entdeckte Tobi und Aimee und dachte am Ziel zu sein. Ich wollte aussteigen, doch Rhonda meinte, ich sollte sitzen bleiben für ein paar Fotos. Tobi kam auf mich zu und war ganz rot im Gesicht, ich dachte er sei gerannt. Er setzte mir meine Skibrille ab und zog meine Handschuhe aus. Wollte er wissen, ob ich kalte Finger habe?
Dann sagte er: "Fenja, ich liebe dich jeden Tag und das soll auch immer so bleiben. Willst du mich heiraten?"
Mein Herz klopfte wie verrückt, ich konnte nicht glauben, was ich gerade gehört hatte! Plötzlich fing ich an zu weinen und war ganz aufgeregt! Rhonda hinter mir: "I think that was a yes!" und da fiel mir erst auf, dass ich noch garnichts gesagt hatte! Ich schrie: "Jaaaa Jaaa Jaaaaaa!". Tobi öffnete ein kleines Kästchen, ein Licht darin erleuchtete und strahlte auf den wunderschönsten Ring, den ich je gesehen hatte! Tobi steckte ihn mir an den Finger und ich war der glücklichste Mensch der Welt. Zusammen fuhren wir dann im Schlitten zurück zu den anderen und ich konnte stolz meinen Ring präsentieren.
Doch alle wussten schon davon! Und wie sich herausstellte, wusste so gut wie jeder, den ich kenne, schon davon und ich hatte bis zum Schluss nichts geahnt!
Abends gab es bei Bussis auf der Farm eine große Überraschungs-Verlobungsfeier mit über 20 Leuten, tollem Empfang, tollem Essen und einer wunderschönen Torte von meinem Kollegen. Ich konnte mein Glück noch garnicht fassen! WOW! Danke an alle! Und Tobi: Ich liebe dich!
Der nächste Tag war sehr entspannt, wir räumten die Partyreste weg, telefonierten nach Deutschland, guckten uns Fotos an und saßen am Kamin.
Am Mittwoch ist Mama dann wieder zurück nach Hause geflogen, diesmal ist es am Flughafen in Calgary etwas besser gelaufen, als auf dem Hinweg. Nur der Koffer kam ein paar Tage später erst an.
Am Donnerstag mussten Tobi und ich wieder arbeiten, ich kann bis heute nicht aufhören, mir den Ring anzusehen :-).
Freitag war Valentinstag. Der ist nicht ganz so gelungen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Eigentlich wollten wir in Grande Prairie ausgehen, doch Tobi kam erst spät nach Hause und ich war todmüde. Wir spazierten durch unser Örtchen und wollten Essen gehen, doch das eine Restaurant war völlig überfüllt und in dem anderen haben wir zwar einen Platz bekommen, doch das Essen war nicht gut, wir mussten lange warten und die Besitzerin war schrecklich genervt von nichtzahlenden Kunden. Naja, man kann nicht alles haben ;)
Dafür sollte der nächste Tag umso besser werden. Wir sind schon morgens um 7 von Björn, Chelsea und Anna abgeholt worden und dann 5 Stunden nach Edmonton gefahren. Dort ist die (einst) weltgrößte West Edmonton Shopping Mall (wo auch schon Brad Pitt und Angelina Jolie eingekauft haben ;D). Die Mall ist gigantisch! Es gibt an Vergnügunsaktivitäten alles, was man sich vorstellen kann, von Kino über Vergnügungspark, Piratenschiff, Fantasylandhotel, Klettergarten, Hockeyeisfläche, Einkaufsläden ohne Ende und ein riesiges Schwimmbad mit den weltgrößten Rutschen.
Das war unser Ziel ! Tobi und Björn sind einige Rutschen gerutscht, wo sie in einer Kapsel standen, dann kam ein Countdown von 3 bis 1, der Boden unter ihren Füßen öffnete sich und sie befanden sich im freien Fall, bis die Rutsche eine sanfte Kurve nahm und die beiden wieder unten ankommen ließ. Ich hatte diese Rutsche vor ein paar Jahren schonmal bei Galileo gesehn. Eine dieser Rutschen hatte sogar einen Looping! Echt verrückt! Das war mir etwas zu heftig. Es gab auch Rutschen, die komplett dunkel waren oder auf der man auf einem Luftring rutschte.
In dem größten Becken war ein Wellenbad, außerdem gab es richtig heiße Whirlpools, die auch nur in Kanada so heiß sind. Natürlich mit lange Schlange...
Abends machten wir uns richtig schick und gingen ins Cactus Club Cafe oberschick essen. Chelsea und Björn wollten unbedingt danach noch tanzen gehen, aber wir anderen waren hundemüde, ich war immerhin schon um 5.30 Uhr wach gewesen und hatte im Auto nicht viel geschlafen. Wir fuhren noch eine ganze Weile durch Edmonton und suchten eine coole Location, doch überall waren lange Schlangen vor den Türen und es war bitterkalt. Wir fuhren dann doch wieder ins Hotel, Tobi und ich gingen ins Bett und die anderen waren noch in einer ziemlich schlechten Bar, bis sie dann auch ins Bett kamen.
Am Sonntag frühstückten wir im großen Hotelbüfet und gingen dann bis zum späten Nachmittag shoppen. Das hatte Anna sich gewünscht, die die Woche davor 21 geworden war.
Es gab echt tolle Läden ;) Und gegen Mittag fand eine große Seelöwenshow mitten in der Mall am Piratenschiff statt. Das war sehr beeindruckend!
Um 17 Uhr fuhren wir dann wieder heim.
Montag hatten wir alle frei, denn es war Family Day in Kanada.
Am Dienstag fand der Hauskreis in unserer Wohnung statt, Tobi hatte in letzter Sekunde noch sehr leckere Blaubeermuffins gebacken, die richtig blau geworden waren, was ganz schön ungesund aussah :D
Am nächsten Tag hatte Chelsea Geburtstag. Wir haben uns abends in der Cabin auf der Insel bei ihren Eltern getroffen und hatten ein leckeres Geburtstagsessen am Kamin und lustige Gespräche.
Chelsea hatte von einer ihrer Kundinnen eine Hochzeitseinladung bekommen und da sie dort nicht alleine hingehen wollte, nahm sie mich mit. So fuhren wir am Samstag 1 1/2 h nach Valleyview in die Baptistenkirche und mussten feststellen, dass wir nicht zu spät, sondern zu früh waren. Wir hatten uns die Hochzeit sehr klein vorgestellt, doch es waren am Ende mindestens 100 Leute da, einige waren ganz aus dem Osten Kanadas gekommen. Die Feier war sehr günstig gehalten, aber das Brautpaar war sehr niedlich. Nach der Trauung gab es im Veranstaltungsraum im Keller der Gemeinde erst Süßes und Getränke und dann kleine Snacks. Es gab keinen Tanzbereich und nicht viel Musik, die Deko war auch garnicht mein Geschmack (schwarze Tischdecken und schwarze Kleider für die Brautjungfern!), aber ich konnte mir so schon mal angucken, wie ich es nicht machen wollte ;) Dafür hatten Chelsea und ich trotzdem einen richtig schönen Nachmittag und viel Spaß uns die Cowboys mit den engen Jeans anzugucken, wovon einige auf der Feier rumliefen.
Abends hatten wir ein schönes Essen bei Hanna. Tamara und Forest waren auch dabei. Die hochschwangere Tamara war einige Stunden davor schon im Krankenhaus gewesen, weil bei ihr die Wehen eingesetzt hatten, doch sie wurde wieder nach Hause geschickt, weil es doch wohl noch einige Zeit dauern würde. Sie war sehr gut drauf ;)
Tobi hatte unsere Autobatterie gegen eine neue ausgetauscht und somit geht es unserem Auto nun auch besser. Fehlt nur noch ein Ölwechsel.
Soweit von uns, bis bald, Gruß und Kuss :) <3
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen