
(Tobi schreibt) Schon einmal in Kanada ins Neue Jahr gefeiert? Wir
jetzt schon! Ursprünglich wollten wir mit dem Hauskreis in unserer
Wohnung feiern – schließlich landeten wir dann doch wieder auf der
Farm. Und das war genau richtig. Es war für uns kein Traumstart: Ich
hatte schon an den Weihnachtstagen ziemliches Heimweh, was wir durch
die vielen Besuche recht gut kompensieren konnten. Und zum New Years
Eve traf es dann auch Fenja, sodass wir teilweise bedröpelt
herumsaßen, während das kanadische Volk seine Hot Shots genoss. So
spannend die weite Welt auch sein mag, nach vier Monaten wollten wir
unsere Family und Freunde in Deutschland dann doch mal wieder
ordentlich knuddeln...

Nach einer ausgedehnten Runde Karten spielen fuhren wir auf eine
Anhöhe zwischen Sexsmith und Grande Prairie, um von dort das
Jubiläumsfeuerwerk von GP zu bewundern (irgendein 100-jähriges..).
Nun ja, es war mager, aber eine ausgedehnte Schnee- und Eisschlacht
hielt uns warm. Als wir zur Farm zurückkamen, hatten Norwin und
Jerald bereits eine große Fläche im Schnee freigefahren, wo man
sich um ein (wirklich sehr) großes Feuer einen gemütlichen Platz in
der Schneebank herrichten konnte. Ein kleines Osterfeuer, das aus
1,5m Schnee herausragt – sehr besonders! Später ließen wir noch
zwei Himmelslaternen steigen – nicht ohne vorher amüsiert genau
die deutschen Paragrafen zur Luftraumsicherung durchzulesen! Das
Ausklingen in unserer Wohnung war dann nur noch ein Versuch, sich mit
letzter Kraft aufzubäumen – was ziemlich misslang, weil die Kraft
schon schlafen gegangen war. :)
In den nächsten Tagen mussten wir beide eine wichtige Lektion
lernen in Sachen.. hm ich sage mal Arbeitsmoral. Details auf Anfrage
(vielleicht...).

Am Samstag konnten wir erstmals ein Hundeschlittenrennen
miterleben! Beim Dog Slader Race in der Nähe von GP trafen wir
gleich eine Shallagan und konnten von Nahem beobachten, wie die Hunde
ausgeladen und vorbereitet wurden. Am besten wurde es, als die ersten
Gespanne zum Startpunkt zerrten – gebremst von mehreren Helfern.
Die Hunde waren so aufgeregt und wild, endlich loslaufen zu dürfen,
dass sie laut jammerten und bellten. Wir waren bei einem
Junior-Rennen mit jeweils vier Hunden dabei und später folgten die
Zehnergespanne. Nun wollen wir dieses Fortbewegungsmittel auch mal
gern ausprobieren – nach Quad und Snowmobil wird es Zeit für eine
Hundeschlittentour! Mal sehen …
Und wie seid ihr ins Neue Jahr gekommen? Wir freuen uns immer über
emails oder Briefe aus Deutschland. Im Weihnachtspaket lag ein
Adventskalender von Papa – den nutzen wir jetzt zur Verlängerung
der Weihnachtszeit und hoffen, dass unsere Tanne so lange durchhält.
Wir fiebern nämlich noch einer weiteren Ankunft entgegen.. aber dazu
später mehr.
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