Mittwoch, 8. Januar 2014

KW 1

(Tobi schreibt) Schon einmal in Kanada ins Neue Jahr gefeiert? Wir jetzt schon! Ursprünglich wollten wir mit dem Hauskreis in unserer Wohnung feiern – schließlich landeten wir dann doch wieder auf der Farm. Und das war genau richtig. Es war für uns kein Traumstart: Ich hatte schon an den Weihnachtstagen ziemliches Heimweh, was wir durch die vielen Besuche recht gut kompensieren konnten. Und zum New Years Eve traf es dann auch Fenja, sodass wir teilweise bedröpelt herumsaßen, während das kanadische Volk seine Hot Shots genoss. So spannend die weite Welt auch sein mag, nach vier Monaten wollten wir unsere Family und Freunde in Deutschland dann doch mal wieder ordentlich knuddeln...
Nach einer ausgedehnten Runde Karten spielen fuhren wir auf eine Anhöhe zwischen Sexsmith und Grande Prairie, um von dort das Jubiläumsfeuerwerk von GP zu bewundern (irgendein 100-jähriges..). Nun ja, es war mager, aber eine ausgedehnte Schnee- und Eisschlacht hielt uns warm. Als wir zur Farm zurückkamen, hatten Norwin und Jerald bereits eine große Fläche im Schnee freigefahren, wo man sich um ein (wirklich sehr) großes Feuer einen gemütlichen Platz in der Schneebank herrichten konnte. Ein kleines Osterfeuer, das aus 1,5m Schnee herausragt – sehr besonders! Später ließen wir noch zwei Himmelslaternen steigen – nicht ohne vorher amüsiert genau die deutschen Paragrafen zur Luftraumsicherung durchzulesen! Das Ausklingen in unserer Wohnung war dann nur noch ein Versuch, sich mit letzter Kraft aufzubäumen – was ziemlich misslang, weil die Kraft schon schlafen gegangen war. :)
In den nächsten Tagen mussten wir beide eine wichtige Lektion lernen in Sachen.. hm ich sage mal Arbeitsmoral. Details auf Anfrage (vielleicht...).
Am Samstag konnten wir erstmals ein Hundeschlittenrennen miterleben! Beim Dog Slader Race in der Nähe von GP trafen wir gleich eine Shallagan und konnten von Nahem beobachten, wie die Hunde ausgeladen und vorbereitet wurden. Am besten wurde es, als die ersten Gespanne zum Startpunkt zerrten – gebremst von mehreren Helfern. Die Hunde waren so aufgeregt und wild, endlich loslaufen zu dürfen, dass sie laut jammerten und bellten. Wir waren bei einem Junior-Rennen mit jeweils vier Hunden dabei und später folgten die Zehnergespanne. Nun wollen wir dieses Fortbewegungsmittel auch mal gern ausprobieren – nach Quad und Snowmobil wird es Zeit für eine Hundeschlittentour! Mal sehen …
Und wie seid ihr ins Neue Jahr gekommen? Wir freuen uns immer über emails oder Briefe aus Deutschland. Im Weihnachtspaket lag ein Adventskalender von Papa – den nutzen wir jetzt zur Verlängerung der Weihnachtszeit und hoffen, dass unsere Tanne so lange durchhält. Wir fiebern nämlich noch einer weiteren Ankunft entgegen.. aber dazu später mehr.




 


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