Am Dienstag hatten wir Full House: Caregroup bei Fenja und Tobi. Wir genossen es, Gastgeber zu sein und Fenjas Cinnemon Buns kamen gut an. Nach einer ausgiebigen Diskussion beschlossen wir, in der nächsten Woche mit dem Lesen des Buches „The Porpose Driven Live“ von Rick Warren zu beginnen.
Die folgenden Tage nutzten wir, um die allgemeinen Klischees von
Mädelsabenden und Männerabenden zu erfüllen: Fenja schaute sich
eine Seifenoper in englischem Hofe an, während ich ein paar
Wohnungen zu „A-Team – Der Film“ eingeladen war. Während die
Mädels am Schnattern waren, füllten wir Jungs die Pausen mit dem
Nutzen unserer Smartphones – jeder für sich.Am Samstag ging es ähnlich weiter: Während Fenja zu Judes Babyshower in die Kirche eingeladen war (eine Art Sponsorenparty für neugeborene Babys, die den Frauen vorenthalten ist), trafen wir zurückgebliebenen Männer uns zu Hause bei Judes Papa Luke, um uns bei gelieferter Pizza über Landmaschinen mit 600 PS und der harten Arbeit zu unterhalten. Vorher war aus dem Lager des anderen Geschlechts die Flutung des Kühlschranks mit diversen Softgetränken in die Wege geleitet worden – vermutlich, um etwaigen Alkoholkonsum zu unterbinden. So hatten wir immer noch einen klaren Kopf, als mir die Jungs das Pokern beibrachten.
Ach ja, und dann war da noch Ulf. Ich traf ihn bei der Arbeit, als er auf der anderen Straßenseite seine Auffahrt freischippte. Wir waren schon lange auf der Suche nach einem Nummernschild, das uns als Deutsche ausweisen würde – nun hatte ich so eins auf seinem Touareg entdeckt! Wir unterhielten uns über die „lächerlichen amerikanischen Autos“ (er hatte noch zwei schnelle Audis in der Garage stehen) und er war froh, sich mal wieder auf deutsch unterhalten zu können. Ulf vermisst am meisten die deutsche Bockwurst und Döner :) Und als Dortmunder ist der ganz klar BVB Fan und Schalke ist natürlich scheiße. Hach ja, echte Deutsche Kultur...
Am Freitag schlitterten wir im Dunkeln auf dem Highway an einen
riesigen LKW vorbei, der sich auf der Fahrbahn um 180 Grad gedreht
hatte und in einer gefährlichen Schieflage auf dem Grünstreifen zum
Stehen gekommen war. Kurz vorher bot sich uns das Bild eines
ausgerutschten Kleinlasters, der öffentlichkeitswirksam mit seinem
Schriftzug „on site“ auf dem Grünstreifen „parkte“. Wir
waren erleichtert und dankbar, unbeschadet wieder zu Hause angekommen
zu sein!Die Woche endete mit einem Paukenschlag! Während Fenja am Samstag mithalf, die Kirche für die Babyshower zu dekorieren, probte eine Bandbesetzung für den Sonntag. Mir gefielen die Lieder und so fragte ich, ob ich dazu Schlagzeug spielen dürfte. So kam es, dass ich heute meinen ersten Einsatz als Schlagzeuger hatte – ohne jemals Unterricht genommen zu haben. Nun suche ich dringendst jemanden, der mich befähigt, das Gefühl zu bekommen, dass ich das auch wirklich kann. Nun ja, es hat ausgereicht, um eingeladen worden zu sein, beim nächsten Mal wieder mitzumachen.
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